Ergonomische Planungskonzepte in der Lagerhaltung

Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung des Projektes. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Projektverantwortlichen über den Kontaktbutton auf der rechten Seite.

Bild: IAD

Hintergrund

Arbeitsprozesse in Lagern zeichnen sich trotz der zunehmenden Automatisierung nach wie vor durch viele manuelle Tätigkeiten aus, wie z.B. Heben und Tragen von schweren Lasten oder repetitive Bewegungen der oberen Extremitäten. Dies kann zu hohen physischen Belastungen der entsprechenden Mitarbeiter und schließlich zur Entwicklung von muskulo-skelettalen Erkrankungen führen.

In der Praxis eingesetzte Planungskonzepte von Lagerprozessen optimieren jedoch nach wie vor fast ausschließlich nach betriebswirtschaftliche Parametern. Arbeitswissenschaftliche Größen bleiben weitestgehend unberücksichtigt.

Ziele

Ziel dieses interdisziplinären Projekts, welches in Kooperation mit dem Fachgebiet für Produktion und Supply Chain Management der TU Darmstadt (Prof. C.H. Glock) durchgeführt wird, ist die Zusammenführung von wirtschaftlichen und arbeitswissenschaftlichen/ergonomischen Kenngrößen in Planungskonzepte von manuellen Lagerprozessen. Diese Konzepte sollen sowohl ergonomische als auch wirtschaftlich wettbewerbsfähige Lagerprozesse sicherstellen.

Methodik

Nach einer systematischen Literaturrecherche und einer Anforderungsanalyse werden in Kooperation mit den Partnerunternehmen KMU-spezifische Lagerhaltungsszenarien abgeleitet.

Vor Ort werden Belastungs- (Motion Capture, Screeningmethoden) und Beanspruchungsanalysen (EMG, Fragebögen) durchgeführt, mit deren Hilfe integrative ergonomische Kennzahlen für ungetaktete Lagertätigkeiten abgeleitet werden. Diese werden in mathematischen Optimierungsmodelle überführt und mit wirtschaftlichen Kennzahlen kombiniert.

Erwartete Ergebnisse

  • Quantifizierung der Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlichen und ergonomischen Größen
  • Auswirkungen von ganzheitlichen Planungskonzepten für manuelle Lagerprozesse
  • Ableitung von übergreifenden Handlungsimplikationen zur ergonomischen Arbeitsgestaltung in der Lagerhaltung

Das IGF-Vorhaben (Nr. 21292 N) der Forschungsgemeinschaft lntralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme e.V. – IFL, Lyoner Straße 18, 60528 Frankfurt am Main, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.