Campus FreeCity – Reallabor zur Erforschung einer vernetzten Flotte modularer Roboterfahrzeuge

Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung des Projektes. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Projektverantwortlichen über den Kontaktbutton auf der rechten Seite.

Hintergrund

Der städtische Verkehr zeichnet sich durch eine hohe Verkehrsdichte und Staus, eine ausgeprägte Emissions- und Geräuschentwicklung sowie einen hohen Flächenverbrauch aus. Gleichzeitig werden die Transportpotentiale des Verkehrs nicht vollständig ausgeschöpft. Diese Probleme werden auch durch eine Elektrifizierung und Automatisierung des Individualverkehrs nicht zu lösen sein und für eine Maximierung der ökologischen und ökonomischen Effizienz ein ganzheitliches Mobilitätskonzept erfordern.

Ziele

Unter der Vision „Unsere Stadt der Zukunft ist sauber, sicher, lebenswert, freundlich, leise und smart“ der EDAG Engineering GmbH ist die Idee eines solchen ganzheitlichen Mobilitätskonzepts in Form des sogenannten CityBot Ökosystems entstanden. Das Kernelement des Ökosystems bildet der von der EDAG Engineering GmbH auf der IAA 2019 präsentierte CityBot als vernetztes, autonomes und lokal emissionsfreies Roboterfahrzeug, dessen Antriebsmodul durch eine Kopplung mit verschiedenen Nutzmodulen wie Fahrgastzelle, Cargo-Träger oder Stadtreinigungsgerät eine Vielzahl von Aufgaben im städtischen Verkehr erfüllen kann.

Ziel des interdisziplinären Projektvorhabens „Campus FreeCity“ ist nun die Vision des CityBot Ökosystems für einen ersten Praxiseinsatz zu entwickeln und in einem öffentlichkeitswirksamen Reallabor zu implementieren. Als Laborumgebung dient die Arena of IoT (Deutsche Bank Park – Eintracht Frankfurt), in der das CityBot Ökosystem mit einem CityBot zur Fahrgastbeförderung, einem CityBot zum Gütertransport sowie den Elementen des Leitsystems betrieben und evaluiert werden soll.

Methodik

Das Projekt startete mit der offiziellen Übergabe des Förderbescheids am 24.11.2021, wird bis Mai 2024 laufen und sich in zwei Phasen gliedern. In der ersten, 21-monatigen Phase werden die Fahrzeuge und die Elemente des Leitsystems als wesentliche Bestandteile des komplexen CityBot Ökosystems für die Laborumgebung entwickelt. In der zweiten, 9-monatigen Phase wird das CityBot Ökosystem erstmals im Reallabor implementiert und evaluiert.

Die Aufgabe des Instituts für Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Darmstadt ist es, entsprechend des menschzentrierten Gestaltungsprozesses zum einen das visuelle Human Machine Interface (HMI) der CityBots, das der Interaktion zwischen den Nutzergruppen wie Passant:innen und Passagier:innen und den CityBots dient, und zum anderen das HMI in der Leitzentrale, das der Interaktion zwischen den Operator:innen und den CityBots dient, zu entwickeln und zu evaluieren. Während das HMI der CityBots für die Akzeptanz und Sicherheit sowie für die Effizienz, den Komfort und die User Experience während der Interaktion mit den CityBots für alle Nutzer:innen von hoher Relevanz ist, dient das HMI der Leitzentrale zur Koordination, Steuerung, Überwachung und zum Eingriff durch Operator:innen, falls es zu Störfällen im laufenden Betrieb der CityBots kommen sollte.

Partner

Neben der Technischen Universität Darmstadt mit den beteiligten Instituten (SuR; IMS; BST; WINF; IAD) zählen zu den Projektpartnern die House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH als Konsortialführer, die EDAG Engineering GmbH als Projektinitiator, die EintrachtTech GmbH, die T-Systems International GmbH, die COMPREDICT GmbH, die DEKRA Automobil GmbH sowie die Hochschule Fulda.

House of Logistics and Mobility (HOLM) GmbH

EDAG Engineering GmbH

EintrachtTech GmbH

T-Systems International GmbH

COMPREDICT GmbH

DEKRA Automobil GmbH

Hochschule Fulda

Technische Universität Darmstadt

Förderung

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Rahmen des Aktionsplans „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Mobilität“ mit rund 11 Millionen Euro gefördert, wovon etwa 1,5 Millionen Euro auf die Technische Universität Darmstadt entfallen.

Bild: Copyright: Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)