Blickbewegungsanalyse

Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen über die ausgewählte Methode. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte den Verantwortlichen über den Kontaktbutton auf der rechten Seite.

Einführung

Mit Blickbewegungsanalysesystemen ist es möglich, Blickziel- und Folgebewegungen aufzuzeichnen. Anhand dieser Messgrößen ist es möglich auf die Aufmerksamkeitsverteilung und die Informationsverarbeitung des Probanden zu schließen sowie die Gestaltung von Produkten und Prozessen hinsichtlich ihrer Usability zu bewerten. Das IAD verfügt über drei aktuelle Eye-Tracking-Systeme zur Erfassung der Blickbewegungen.

Technologie und Technik

Die Erfassung der Augenbewegungen erfolgt grundsätzlich bei Eye-Tracking-Systemen über eine Videookulographie. Dabei werden die Augenbewegungen mit Hilfe von Videoaufnahmen ermittelt. Mobile Eye-Tracking-Systeme verfügen über Kameras, die die Augen des Probanden filmen sowie über eine Szenenkamera, welche die Umgebung der Versuchsperson aufzeichnet.

Zur Detektion der Blickbewegung wird ein für den Menschen nicht wahrnehmbarer infraroter Lichtstrahl durch die Pupille auf die Netzhaut projiziert. Die Kameras detektieren die Pupille sowie die Reflexpunkte des Infrarotstrahls auf der Hornhaut. Über den relativen Abstand beider Punkte kann schließlich auf die Augenbewegung geschlossen werden.

Das IAD verfügt über zwei mobile Brillen-Eye-Tracking-Systeme. Diese mobilen Systeme werden meist dann eingesetzt, wenn die Beweglichkeit des Nutzers nicht eingeschränkt werden darf, beispielsweise bei Untersuchungen im Fahrzeug oder bei der Prozessanalyse in Fabriken. Weiter besitzt das Institut ein feststehendes System für Bildschirmarbeitsplätze zur Analyse von graphischen Oberflächen.

Anwendung

Das Eye-Tracking System kann in unterschiedlichen Anwendungsgebieten eingesetzt werden. In dem Videoausschnitt ist das Blickverhalten bei einer simulierten hochautomatisierten Fahrt bei gleichzeitiger Ausführung einer fahrfremden Tätigkeit zu erkennen. Das rote Kreuz symbolisiert die aktuelle Fixation eines Blicks. Es können sogenannte „Areas of Interest“ (AoI) wie in diesem Anwendungsfall beispielsweise „Windschutzscheibe“ und „Tablet“ definiert und somit der die benötigte Zeit zwischen dem Aufgabenwechseln ermittelt werden.