Überarbeitetes Siemens Grenzlastverfahren

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Ermitteln maximal empfohlener Lasten

Definitionen

Die zulässigen Grenzlasten werden nach dem Verfahren “Siemens-neu” für den Arbeitsplatz, der durch die Benutzergruppe und die Tätigkeitsmerkmale bestimmt ist, errechnet. Zusätzlich zum bestehenden Siemens-Verfahren, wurde ein biomechanisches Bewertungskriterium implementiert, welches den Engpaßwirbelsäulenbelastung berücksichtigt und die lumbalen Kompressionswerte auf die “Dortmunder Richtwerte” begrenzt.

Weitere Informationen siehe IAD-Toolbox Module:

  • Siemens und
  • Lastenhandhabung

Zweck und Anwendung

Das Verfahren gibt einen schematischen Weg an, auf dem der Arbeitsgestalter Richtwerte für Grenzlasten zur Planung oder Überprüfung ermitteln kann. Es werden keine physiologischen oder biomechanischen Kenntnisse vorausgesetzt. Die notwendigen Vorüberlegungen und Entscheidungen liegen im Rahmen der üblichen Tätigkeit des Arbeitsgestalters.

Geltungsbereich

Die Ergebnisse gelten für Kraftanstrengungen mit oder ohne Bewegung; sie gelten nicht für Bewegungen mit Schwung. Dei Auswahl der Benutzergruppe nach Geschlecht, Alter und Trainingzustand kann je nach Anwendungsbereich getroffen werden. Gewisse Streuungen der Körperkräfte in der Bevölkerung sind berücksichtigt, nicht jedoch Extremwerte. Dieses Verfahren ist für alle Griffhöhen und -entfernungen anwendbar. Durch Berücksichtigung der “Dortmunder Richtwerte” als biomechanisches Kriterium, werden in denen Bereich niedriger Griffhöhen und weiter Griffentfernungen zulässige Kompressionswerte im Bereich der lumbalen Wirbelsäule nicht überschritten.