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Hier finden Sie alle Startseitenartikel seit 12.2017:

Stärke cloud

Um sich den Anforderungen des immer schneller wandelnden Marktes stellen zu können, bedarf es eines hohen Maßes an selbstgesteuertem Handeln, kommunikativen Kompetenzen und Fähigkeiten zur Selbstorganisation. Für »die Arbeit von morgen« wächst so die Bedeutung individueller und organisationaler Resilienz. Darunter wird die Fähigkeit, sich einer neuen Situation schnell anzupassen und angemessen zu reagieren, verstanden. Hier setzte das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), im Rahmen der Bekanntmachung »Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen«, geförderte Projekt „STÄRKE – starke Beschäftigte und starke Betriebe durch Resilienz“ an.

Zum Abschluss des Projektes STÄRKE fand am 26. November 2018 im Georg-Lichtenberg-Haus in Darmstadt eine Tagung unter der Überschrift „Mit dem Wandel wachsen- Wie funktionieren resiliente Organisationen?“ statt. Geboten wurden interessante Vorträge von Vertretern aus Unternehmen und einem Arbeitgeberverband, sowie eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der vier Pilotunternehmen aus dem Projekt STÄRKE.

Von 26. Bis 30. August fand der 20. Kongress der International Ergonomics Association in Florenz statt. Der Fokus der internationalen Konferenz mit mehr als 1500 teilnehmenden Wissenschaftlern und Vertretern aus Wirtschaft, Behörden und Politik lag in diesem Jahr auf dem Leitthema „Creativity in Practice“.

Auch das IAD war vertreten und spiegelte mit seinen Beiträgen die fachliche Vielfalt der Konferenz wider: Die Gestaltung eines Unterstützungssystems für Blinde und eines adaptiven Montage Systems sowie Kreativität in der Gestaltung von Mensch Maschine Kooperation wurden ebenso in den verschiedenen Beiträgen behandelt, wie die Risikobewertung in der manuellen Lastenhandhabung und Ergebnisse zu den Belastungen in U-Montagelinien

Die Forschungsinitiative @CITY führt 15 Partner aus Automobilwirtschaft, Zulieferindustrie, Software-Entwicklung und Universitäten zusammen. Untergliedert in die zwei Projekte @CITY und @CITY-AF werden Konzepte, Technologien und prototypische Anwendungen entwickelt, die das automatisierte Fahren in komplexen urbanen Räumen ermöglichen sollen. Ziel ist es, den Stadtverkehr der Zukunft für alle Verkehrsteilnehmer möglichst sicher, komfortabel und effizient zu gestalten. Unterstützt wird die Forschungsinitiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit einem Fördervolumen von rund 20 Millionen Euro.

Das Institut für Arbeitswissenschaft ist im Projekt @CITY-AF vertreten und wird in den kommenden vier Jahren im Teilprojekt „Mensch-Fahrzeug-Interaktion“ forschen. In diesem Teilprojekt geht es um die Interaktion zwischen den drei Protagonisten: Fahrzeugnutzer, automatisiertes Fahrzeug sowie andere Verkehrsteilnehmer. Das Institut für Arbeitswissenschaft beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie sich alltägliche menschliche Kommunikationsformen im Straßenverkehr (Blickkontakt, Gesten etc.) auf automatisierte Systeme „übersetzen“ lassen, ohne dass es zu Missverständnissen kommt. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt bildet die Ausführung fahrfremder Tätigkeiten bei automatisierter Fahrt.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie unter https://www.atcity-online.de/

Nach langem Wirken am IAD werden sowohl Dr. Christina König als auch Andrea Sinn-Behrendt ab September neue Wege gehen.

Frau König hat über viele Jahre hinweg die Forschungsgruppe Arbeitsorganisation & Kompetenzentwicklung erfolgreich weiterentwickelt und geleitet nachdem sie zum Thema menschzentrierte Entwicklung von Arbeitsmitteln am IAD promoviert hat.

Ihre Kompetenz als Arbeitsmedizinerin hat Frau Sinn-Behrendt in viele Projekte des IAD eingebracht. Ihre Schwerpunkte lagen hierbei auf den Themen alternsgerechte Arbeit, Mitarbeiterfähigkeiten, Belastungsbewertung.

Das Team des IAD wünscht Dr. Christina König und Andrea Sinn-Behrendt alles Gute für ihre persönliche und berufliche Zukunft.

Zwischen dem 15.08.2018 und dem 17.08.2018 ging es traditionell für die zwölf Doktoranden, die Forschungsgruppenleiter und Professor Bruder zum Doktorandenseminar im Kurhaus Trifels. Es waren drei sehr intensive Tage, in denen auf hohem Niveau über die Forschungsvorhaben der einzelnen Doktoranden diskutiert wurde. Sodass jeder mit vielen Anregungen im Gepäck wieder nach Hause fahren konnte. Vielen Dank an alle Teilnehmenden und das Team des Kurhauses Trifels für die angenehme Atmosphäre.

Beim TU Meet & Move trifft sich die gesamte Universität zu einem großen Sport- und Gesundheitsfest im Hochschulstadion. Neben Informationen zu dem vielfältigen Sportangebot des Unisportzentrums finden unterschiedliche Wettkämpfe statt

Traditionell stellten Mitarbeiter und Freunde des IAD eine Mannschaft für den Ultramarathon. Bei schönstem Wetter und bester Laune wurden insgesamt 42,2km gelaufen und letztendlich konnten die „Ergonauten“ den 19. Platz von 39 Mannschaften erreicht. Anschließend wurde der Abend mit einem gemütlichen Beisammensein im Hochschulstadion abgeschlossen.

Die Ergebnislisten finden sie hier.

Am 22. Mai 2018 verteidigte Markus Heidl erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel: „Analyse und Bewertung der physischen Belastung und Beanspruchung des Oberkörpers bei repetitiven Montagetätigkeiten“.

Im Rahmen der Arbeit konnten Grenzwerte für Bewegungshäufigkeiten und -amplituden gefunden werden, die mit einem höheren Risiko für das Erleiden von Schmerzen und Beschwerden korrelieren. Dafür wurde zunächst ein auf der Literatur basierendes Modell entwickelt, welches anhand einer empirischen Studie mit 249 Probanden in verschiedenen Werken eines deutschen Automobilzulieferers überprüft wurde. Außerdem wurde untersucht, inwieweit die gefundenen Zusammenhänge von den derzeit gängigen Screening-Verfahren abgebildet werden.

Wir gratulieren zur bestandenen Prüfung!

Zeigt her eure Forschung! Unter diesem Motto wird der jährliche Hochschulwettbewerb von Wissenschaft im Dialog und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschrieben. Dieses Jahr steht das Thema des Wissenschaftsjahres „Arbeitswelten der Zukunft“ im Vordergrund und das IAD-Team, bestehend aus Pia Bettenbühl und Verena Steidel überzeugte die Jury mit ihrer Projektidee „Robot leads!“, zum Thema Roboter als Führungskräfte. An welchen Arbeitsplätzen könnten Roboter Führungskräfte sein? Was bedeutet überhaupt Führung in diesem Kontext? Und welche Art von Roboter eignet sich als Führungskraft? Die Umsetzung, welche mit 10.000 Euro prämiert ist, erfolgt nun und ist hier live zu verfolgen. Die interdisziplinäre Herangehensweise durch die Zusammenarbeit einer Psychologin und einer Ingenieurin ist für das Thema Robotik sehr hilfreich, um sowohl die technischen Möglichkeiten, als auch die menschliche Akzeptanz zu untersuchen.

In Kooperation mit der Firma Anlagenbau Günther startet ein Umsetzungsprojekt im Bereich Digitalisierung und Vernetzung. Ziel des Projektes ist die Digitalisierung von Logistikprozessen mittels Tablets. Wareneingang und Warenausgabe sowie die Kommissioniertätigkeiten und die Qualiätssicherung im Logistikbereich sollen zukünftig papierlos über Tablets gesteuert werden. Mit einer Kick-Off Veranstaltung am Firmenstandort in Wartenberg wurde eine erste Prozessanalyse durchgeführt und mögliche Umsetzungsideen gesammelt. Hierbei erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts eine Führung durch den Logistik- und Produktionsbereich der Firma. Bis Mai werden nun erste Konzepte erarbeitet und vorgestellt.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Firma Anlagenbau Günther!

Das Institut für Arbeitswissenschaft engagiert sich als Partner des Wissenschaftsjahrs 2018 unter dem Motto „Arbeitswelten der Zukunft“ um die Chancen und Potentiale der Arbeitswelten der Zukunft aufzuzeigen und zu kommunizieren. Auf der Basis einer breiten Expertise auf dem Themengebiet „Digitalisierung der Arbeit“ wird das Institut für Arbeitswissenschaften in mehreren Veranstaltungen über das ganze Jahr 2018 verteilt die Veränderungen beleuchten, die der Wandel der Arbeitswelt mit sich bringt. Fragen nach dem neuen Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik, einer möglicherweise veränderten Rolle des Menschen im Prozess der Mensch-Technik-Kooperation sowie der Notwendigkeit des Erwerbs erweiterter Kompetenzen im Umgang mit der Technik sollen in informativen und interaktiven Formaten aufgegriffen werden. Entsprechend der arbeitswissenschaftlichen Tradition wird dabei ein besonderer Fokus auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Menschen gelegt.

Bereits am 26. April richtet zum Beispiel das Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 einen Workshop zur Digitalisierung von Arbeitsplätzen in der Produktion in der Prozesslernfabrik CiP der TU Darmstadt aus.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Weitere Informationen zu dem Wissenschaftsjahr 2018 finden Sie unter https://www.wissenschaftsjahr.de/2018/.

Welchen Beitrag leistet die Arbeitswissenschaft als Grundlage für Management & Kompetenzentwicklung? Dieser Frage wurde auf der diesjährigen Gfa-Konferenz nachgegangen. Sie offenbart eine sehr grundsätzliche Diskussion in der Arbeitswissenschaft, bei der die gleichzeitige Verfolgung humaner und wirtschaftlicher Kriterien im Fokus steht. Ganz konkret zeigt sich dies an der Veränderung der Arbeitsplätze durch Digitalisierung: Wie können die den Vorteilen der Datennutzung zur Produktivitätssteigerung oder zur Kompetenzentwicklung genutzt werden und auf der anderen Hand ein verantwortlicher Umgang mit sensiblen Mitarbeiterdaten sichergestellt werden? Zahlreiche Beiträge nahmen diese Diskussion auf und berichteten aus Forschung und Praxis zu den Themen: Big Data, Virtual Reality, Gesundheit, Lernmodelle, Interaktionsarbeit und Assistenzsysteme. Abgerundet wurden die Beiträge durch KeyNote Vorträge zu den Themen Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten im Wandel, neue Methoden für Arbeitsfähigkeit und die Gestaltungsmöglichkeiten für den digitalen Wandel.

Das IAD-Team war mit mehr als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei dem Kongress vertreten und hat aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen Arbeitsorganisation & Kompetenzentwicklung, Arbeitsbewertung & Arbeitsplatzgestaltung und Mensch-Maschine-Interaktion & Mobilität präsentiert.

Auf dem 64. Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaften wurde zum neunten Mal der Walter-Rohmert-Forschungspreis für herausragende Forschungsleistungen in der Arbeitswissenschaft verliehen.

Preisträger ist in diesem Jahr Dr. Johannes Wendsche von der Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Technischen Universität Dresden. In seiner Dissertation beschäftigte sich Herr Dr. Wendsche mit den „Modulatoren und Mechanismen der beanspruchungsoptimierenden Wirkung von Kurzpausen“. Bei der Preisvergabe hob die Jury sowohl die hochwertigen Publikationen und herausragende Forschungsarbeit des Preisträgers als auch sein Engagement in der Lehre hervor.

Der Walter-Rohmert-Forschungspreis wird vom Institut für Arbeitswissenschaft ausgeschrieben und von einer hochkarätigen Jury vergeben. Er zeichnet herausragende wissenschaftliche Leistungen in Dissertationen aus und wird jedes Jahr beim GfA-Frühjahrskongress verliehen.

Am 29. November 2017 verteidigte Jens Heine erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel: „Entwicklung eines Algorithmus zur Prädiktion eines innerstädtischen Fahrstreifenwechsels“.

Im Rahmen der Arbeit wurde ein echtzeitfähiger Algorithmus entwickelt, welcher eine frühzeitige Prädiktion von Fahrstreifenwechseln im innerstädtischen Verkehr ermöglicht. Die Entwicklung folgt einem induktiven Ansatz und leitet Merkmale für eine Fahrmanöverprädiktion aus Daten einer großen Probandenstudie im kontrollierten Feld, unter Nutzung von Verfahren zum maschinellen Lernen, ab. Die Bereitstellung der Information zu einer Fahrerabsicht ermöglicht es Fahrerassistenzsysteme an das Fahrerverhalten anzupassen, um ein mögliches Warndilemma abzuschwächen.

Wir gratulieren zur bestandenen Prüfung!

Nach einer einjährigen Pause war Darmstadt bei der World Usability Day Serie 2017 wieder mit einer lokalen Veranstaltung am 9. November vertreten. Das Institut für Arbeitswissenschaft war Co-Organisator dieser jährlichen Veranstaltung, die weltweit in mehr als 150 Standorten zur Etablierung der nutzerzentrierten Produktentwicklung am zweiten Donnerstag im November stattfindet. In den Veranstaltungsräumen der IHK Darmstadt boten Referenten aus Wissenschaft und Praxis spannende Einblicke in die Relevanz und Umsetzung von nutzerzentrierten Entwicklungsprozessen. Vor mehr als 50 vorwiegend aus der Praxis stammenden Zuhörern legte Prof. Dr-Ing. Bruder als Keynote Speaker praxisnahe Beispiele für die Relevanz der Nutzereinbindung in die Produktentwicklung dar, die der Unternehmer Eric Nürnberger in einem interessanten Fallbeispiel zur Rolle der Usability im Zuge der Digitalisierung von Fischzuchtanlagen fortführte. Neben der aktiven Teilnahme an einer Podiumsdiskussion hatten die Teilnehmer darüber hinaus noch die Möglichkeit sich an mehreren Ständen zu Themen rund um Usability zu informieren. Die Fachgruppe Usability und User Experience, in der das Institut für Arbeitswissenschaft vertreten ist, bot dabei einen Methodenstand an, an dem sich mehrere Besucher intensiv austauschten. Nach dem tollen Erfolg der diesjährigen Veranstaltung wird das Institut für Arbeitswissenschaft auch in den Folgejahren an den Darmstädter World Usability Days mitwirken.

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „U-Linien-Montagesysteme“ gefördert von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) und Berufsgenossenschaft Elektrotechnik (BGETEM) untersuchen Forschungspartner der Universität Kassel (Fachgebiet A&O), des Instituts für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt (IAD) und des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) Arbeitsbelastungen sowohl an den U-Linien im Labor, als auch in der Praxis in einem ganzheitlichen Ansatz. Dieser Ansatz erlaubte es die Wechselwirkungen zwischen physischer und psychischer Belastungen an den 19 U-Linien in fünf namhaften Unternehmen herauszuarbeiten und praktische Handlungsempfehlungen zur Gestaltung dieser Linien abzuleiten. Die Empfehlungen wurden dann gemeinsam mit Praktikern vor Ort hinsichtlich ihrer Umsetzung diskutiert. U-Linien-Montagesysteme sind industrielle Arbeitsplätze, welche nach dem „One-Piece-Flow“ Konzept in Form eines U angeordnet sind. In diesem Projekt wurden die unterschiedlichen Parameter von psychischen und körperlichen Arbeitsbelastungen sowie physiologischen Beanspruchungen in oberen und unteren Extremitäten nicht unabhängig voneinander, sondern integriert über die Ergebnisse der Projektpartner analysiert. Beispiele hierfür sind die Kombination von:

- Bewegungsdaten der oberen Extremitäten (CUELA-IFA) hinsichtlich Mikropausen mit Blickbewegungsdaten (Uni Kassel) – Weist das Ausmaß an Mikropausen einen Zusammenhang zu Monotonie-Erscheinungen bei der Arbeit auf?

- EMG Beanspruchungsdaten der unteren Extremitäten (IAD) mit Art der Bewegungen zwischen Stationen/ Arbeitsbereichen – seitliche /gemischte Schritte (CeyeBERMAN, Uni Kassel), die gegenüber dem „klassischen“ Gehen ein deutlich anderes Belastungsmuster aufzeigen – Gibt es generische Belastungsaspekte?