Blickbeweg.

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Blickbewegungsanalyse

Einführung:

Durch die Analyse der Blickbewegungen eines Probanden können Schlussfolgerungen zur Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung bei der Arbeit mit einem System abgeleitet werden.

Das IAD verfügt zurzeit über vier sogenannte Eye-Tracking-Systeme zur Erfassung der Blickbewegungen, die je nach Fragestellung eingesetzt werden. Aufgezeichnet werden Fixationen (gezielte Informationswahrnehmung) und Sakkaden (schnelle Augenbewegungen).

Technologie und Technik:

Die Erfassung der Augenbewegungen erfolgt grundsätzlich bei Eye-Tracking-Systemen über eine Videookulographie, d.h. die Augenbewegungen werden mit Hilfe einer Videoaufnahme bestimmt. Entsprechend verfügen mobile Tracking-Systeme über eine Umfeldkamera sowie eine Kamera, die das Auge/die Augen des Probanden filmt. Über diese Kamera wird ein Infrarotstrahl auf das Auge gerichtet. Dieser Strahl fällt durch die Pupille auf die Netzhaut und wird dort reflektiert. Die Kamera nimmt die Pupille sowie die Reflexpunkte des Infrarotstrahls auf der Hornhaut auf. Über den relativen Abstand zwischen Pupille und Hornhautreflex kann schließlich auf die Augenbewegung geschlossen werden.

Die verschiedenen Blickbewegungsanalyse-Geräte basieren auf einem monokularen, binokularen oder bildbasierten Tracking Zur Kalibration stehen verschiedene Varianten von einer 0-Punkt bis hin zu einer 9-Punkt Variante zur Auswahl. Hierdurch wird eine Kalibrationsgüte von circa 0,5° erzielt.

Anwendung:

Das IAD verfügt über drei mobile Eye-Tracking-Systeme (zwei helmgetragene Systeme und ein Brillensystem) sowie über ein feststehendes System. Die Mobilen Systeme werden immer dann eingesetzt, wenn die Beweglichkeit des Nutzers nicht eingeschränkt werden darf (z.B. in Fahrversuchen). Das feststehende System wird hauptsächlich bei Versuchen an Rechnerarbeitsplätzen eingesetzt.

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