Oberflächen, Bedienelemente und Touchscreens im Fahrzeug

Forschungsschwerpunkt Fahrzeugergonomie

Oberflächen, Bedienelemente und Touchscreens im Fahrzeug

Projektbild
gebürstetes Aluminium als Oberflächenmaterial (Quelle: AUDI)

Hintergrund

Nicht nur das Aussehen der Fahrzeugkarosserie spielt eine wichtige Rolle, auch der Innenraum des Fahrzeugs rückt immer mehr ins Zentrum der Betrachtung. Als Differenzierungsmerkmal zwischen verschiedenen Automarken und Träger eines bestimmten Lebensgefühls wird über Materialien, Formen, Farben und verschiedenen Bedienelementen ein Image an den Fahrer transportiert. Dabei spielt vor allem die Hochwertigkeit der eingesetzten Elemente eine wichtige Rolle. Die Verbraucher sind eine Reihe von Trends aus dem Bereich der Consumer Products gewöhnt und sich nicht mehr Bereit, auf diese Annehmlichkeiten im Fahrzeug zu verzichten. Dazu zählen Klavierlack, Cool Touch, Metallic-Effekte und Touchscreens.

Aber wie werden diese Trends eigentlich von den Benutzern wahrgenommen, welche optischen und haptischen Eindrücke spielen eine Rolle? Und welche Auswirkungen haben neue Bedienelemente wie Touchscreens eigentlich auf die Mensch-Maschine-Interaktion und die Ergonomie? In diesem Anwendungsfeld spielen Produktergonomie und Fahrzeugergonomie gemeinsam eine wichtige Rolle.

Das IAD setzt sich in verschiedenen Projekten mit diesen spannenden Themen auseinander. Zur Beantwortung der Frage, wie Materialien und Bedienelementen in Fahrzeuginnenräumen erlebt werden, hat das IAD ein neuartiges Tool entwickelt, mit dem die Eindrücke der Fahrer und Kunden erhoben werden. Aus der Literatur ergeben sich interessante Ansätze wie Optik und Haptik einen Einfluss auf die Beurteilung haben können, jedoch wurden diese Ansätze noch nie systematisch auf den Fahrzeuginnenraum bezogen.

Ein besonders aktuelles Thema ist auch der Einzug von Touchscreens in immer mehr Geräte und die Diskussion, welche Vor- und Nachteile dies hat. Auch im Fahrzeuginnenraum wird diese neue Interaktionsform immer mehr eingesetzt. Aber besonders unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten muss untersucht werden, für welche Anwendungen diese Technik überhaupt geeignet ist. Bei der Umsetzung spielen Design und die genaue Gestaltung der Schnittstelle eine wichtige Rolle, um beides zu erreichen: eine moderne und ergonomische Schnittstelle im Fahrzeug.

Veröffentlichungen

  • BRUDER, R., ABENDROTH, B., DIDIER, M., SCHREIBER, M., von WILAMOWITZ-MOELLENDORFF, M. (2008). Safe and pleasure human machine interfaces for automobile. Convergence 2008, SAE International, 20-21 Oct. 2008. USA: Detroit.
  • KAUER, M., SCHREIBER, M., HAKULI, S. & BRUDER, R. (2009). Taktil oder akustisch? Der Einfluss der Akustik auf die Wahrnehmung der taktilen Rückmeldungen bei taktilen Touchscreens. In A. Lichtenstein, C. Stößel und C. Clemens (Hrsg.)Der Mensch im Mittelpunkt technischer Systeme. 8. Berliner Werkstatt Mensch-Maschine-Systeme (S. 75-76). Düsseldorf: VDI Verlag.
  • KAUER, M., SCHREIBER, M., HAKULI, S., BRUDER, R., BASHA, A. (2010). Nutzbarkeit taktiler Touchdisplays im Fahrzeug. In: Neue Arbeits- und Lebenswelten gestalten, 56. Frühjahrskongress der GfA, 24. – 26. März 2010 in Darmstadt, Tagungsband. Dortmund: GfA-Press