STÄRKE

Piktogramm Forschungschwerpunkt Arbeitsgestaltung/Arbeitsorganisation

STÄRKE – Starke Beschäftigte und starke Betriebe durch Stärkung der Änderungsfähigkeit mit Resilienz-Konzepten

Analyse und Entwicklung der individuellen Resilienz aus der Mitarbeiterperspektive

Zunehmende Digitalisierung und demografischer Wandel stellen hohe Anforderungen insbesondere an KMU denn aufgrund ihrer stärkeren Marktabhängigkeit sind diese besonders anfällig für plötzlich auftretende Störungen und überleben langfristig nur mit hoher Anpassungsbereitschaft. Sie müssen Prozesse vorauschauend planen, mit Abweichungen und Fehlern konstruktiv umgehen und richtige Schlussfolgerungen aus ihnen ziehen. Die Fähigkeit, sich einer neuen Situation schnell anzupassen und angemessen zu reagieren, wird als Resilienz bezeichnet. Welche Faktoren auf Organisations- und Unternehmensebene resilientes Verhalten fördern und wie gesamte Unternehmen resilient werden, ist nur teilweise bekannt.

Der Förderschwerpunkt „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt Projekte, welche sowohl die Innovationsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten also auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sichern und erhöhen.

Seit Januar 2016 leitet das IAD als Konsortialführer das Projekt STÄRKE. Darin wird ein Gesamtkonzepts zur Analyse und Weiterentwicklung individueller und organisationaler Resilienz in kleinen und mittelständischen Unternehmen entwickelt und erprobt. Das Projekt verbindet arbeitswissenschaftliche, betriebswirtschaftliche und psychologische Ansätze. Analysebasis ist das EFQM-Modell, welches eine Grundstruktur für eine grundlegende Organisationsanalyse sowie die Identifikation und Priorisierung von Handlungsbedarf bietet und ein ganzheitliches Verständnis von Ursachen und Wirkungszusammenhängen ermöglicht. Der Fokus des IAD liegt hier vor allem auf der Mikroperspektive, d. h. der Analyse und Entwicklung der individuellen Resilienz aus der Mitarbeiterperspektive. Die Erfahrungen in den Pilot-KMU werden u.a. in Form einer praxisnahen Handlungshilfe, dem „Resilienzkompass“, aufbereitet, mit dem Unternehmen ihre Anpassungsfähigkeit zukünftig selbst¬ständig analysieren und geeignete Entwicklungsmaßnahmen umsetzen können. Schwierigkeiten bei der Umstellung auf Industrie 4.0-Technologien werden so verringert, die Innovationsfähigkeit der mittelständischen Industrie deutlich gestärkt.

Resilienzkompass

Projektpartner

  • Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW)
  • Hochschule Fresenius für Wirtschaft und Medien GmbH (Düsseldorf)
  • Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa)(Düsseldorf)
  • Heusch GmbH & Co KG (Aachen)
  • Kunststoffverarbeitung Schneppenheim GmbH (Pulheim), HGH GmbH & Co.KG (Lüdenscheid)
  • Martin Luck Metallgießerei GmbH (Saarbrücken)
  • Bergische Sägen- und Hobelmesserindustrie Fritz Jul. Buchholz GmbH & Co. KG (Remscheid)

Umsetzungspartner

  • GESAMTMETALL – Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie
  • METALL NRW – Verband der Metall- und Elektro-Industrie NRW e. V.
  • SÜDWESTMETALL – Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.
  • Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V.
  • Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ)
  • Deutsche Gesellschaft für Personalführung e. V.