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Ergebnisse des Projektes U-Montagelinien bei Praxispartner vorgestellt

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „U-Linien-Montagesysteme“ gefördert von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) und Berufsgenossenschaft Elektrotechnik (BGETEM) untersuchen Forschungspartner der Universität Kassel (Fachgebiet A&O), des Instituts für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt (IAD) und des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) Arbeitsbelastungen sowohl an den U-Linien im Labor, als auch in der Praxis in einem ganzheitlichen Ansatz. Dieser Ansatz erlaubte es die Wechselwirkungen zwischen physischer und psychischer Belastungen an den 19 U-Linien in fünf namhaften Unternehmen herauszuarbeiten und praktische Handlungsempfehlungen zur Gestaltung dieser Linien abzuleiten. Die Empfehlungen wurden dann gemeinsam mit Praktikern vor Ort hinsichtlich ihrer Umsetzung diskutiert. U-Linien-Montagesysteme sind industrielle Arbeitsplätze, welche nach dem „One-Piece-Flow“ Konzept in Form eines U angeordnet sind. In diesem Projekt wurden die unterschiedlichen Parameter von psychischen und körperlichen Arbeitsbelastungen sowie physiologischen Beanspruchungen in oberen und unteren Extremitäten nicht unabhängig voneinander, sondern integriert über die Ergebnisse der Projektpartner analysiert. Beispiele hierfür sind die Kombination von:

- Bewegungsdaten der oberen Extremitäten (CUELA-IFA) hinsichtlich Mikropausen mit Blickbewegungsdaten (Uni Kassel) – Weist das Ausmaß an Mikropausen einen Zusammenhang zu Monotonie-Erscheinungen bei der Arbeit auf?

- EMG Beanspruchungsdaten der unteren Extremitäten (IAD) mit Art der Bewegungen zwischen Stationen/ Arbeitsbereichen – seitliche /gemischte Schritte (CeyeBERMAN, Uni Kassel), die gegenüber dem „klassischen“ Gehen ein deutlich anderes Belastungsmuster aufzeigen – Gibt es generische Belastungsaspekte?

World Usability Day 2017

Nach einer einjährigen Pause war Darmstadt bei der World Usability Day Serie 2017 wieder mit einer lokalen Veranstaltung am 9. November vertreten. Das Institut für Arbeitswissenschaft war Co-Organisator dieser jährlichen Veranstaltung, die weltweit in mehr als 150 Standorten zur Etablierung der nutzerzentrierten Produktentwicklung am zweiten Donnerstag im November stattfindet. In den Veranstaltungsräumen der IHK Darmstadt boten Referenten aus Wissenschaft und Praxis spannende Einblicke in die Relevanz und Umsetzung von nutzerzentrierten Entwicklungsprozessen. Vor mehr als 50 vorwiegend aus der Praxis stammenden Zuhörern legte Prof. Dr-Ing. Bruder als Keynote Speaker praxisnahe Beispiele für die Relevanz der Nutzereinbindung in die Produktentwicklung dar, die der Unternehmer Eric Nürnberger in einem interessanten Fallbeispiel zur Rolle der Usability im Zuge der Digitalisierung von Fischzuchtanlagen fortführte. Neben der aktiven Teilnahme an einer Podiumsdiskussion hatten die Teilnehmer darüber hinaus noch die Möglichkeit sich an mehreren Ständen zu Themen rund um Usability zu informieren. Die Fachgruppe Usability und User Experience, in der das Institut für Arbeitswissenschaft vertreten ist, bot dabei einen Methodenstand an, an dem sich mehrere Besucher intensiv austauschten. Nach dem tollen Erfolg der diesjährigen Veranstaltung wird das Institut für Arbeitswissenschaft auch in den Folgejahren an den Darmstädter World Usability Days mitwirken.