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Automotive User Interfaces in die Age of Automation

Professorin Dr. Christine Sutter zu Gast im Schloss Dagstuhl

Schloss Dagstuhl -– Leibnitz-Zentrum für Informatik (Wadern, Saarland), ist eine internationale Begegnungs- und Forschungsstätte, die den Austausch, die Vernetzung und den Wissenstransfer deutscher und internationaler Wissenschaftler und Industrievertreter fördert. Das Dagstuhl Seminar 16262 Automotive User Interfaces in die Age of Automation wurde von Prof. Dr. Susanne Boll (Universität Oldenburg), Prof. Dr. Andrew Kun (University of New Hampshire, Durham, USA) und Prof. Dr. Andreas Riener (TH Ingolstadt) organisiert. Der Einladung nach Schloss Dagstuhl folgten ca. 40 führende Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler aus Europa und den USA, sowie Mitarbeiter namhafter inter-/nationaler Automobilhersteller und Automobilzulieferer. Die interdisziplinäre Gruppe aus Informatikern, Ingenieuren, Psychologen, Ergonomen und Designern diskutierte über Trends, Herausforderungen und Chancen des (teil-) automatisierten Fahrens. Für mich als Arbeitspsychologin eröffnet sich durch den Übergang des derzeit teilautomatisierten Fahrens zu zukünftig voll automatisiert fahrenden Fahrzeugen eine Vielzahl von Mobilitäts-Szenarien und Mensch-Maschine Interaktionen. Derzeit adressiert die Forschung des IADs bspw. die Funktionsallokation im Mensch-Fahrzeug-System, take-over Prozeduren und die Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme unter Berücksichtigung der (limitierten) Fähigkeiten der menschlichen Informationsverarbeitung und (potenziellen) Systemunzuverlässigkeiten. Das IAD wird Forschungsbeiträge dazu auf der AutomotiveUI 2016 (USA), dem GfA-Frühjahrskongress 2017 (Schweiz) und der Fachtagung für Verkehrspsychologie 2017 (Deutschland) vorstellen.

This article is partly based on discussions with participants of the Dagstuhl Seminar 16262 “Automotive User Interfaces in the Age of Automation“, http://www.dagstuhl.de/16262. © The photo was kindly provided by Boll, Kun, and Riener.

Der Mensch in cyber-physischen Produktionssystemen

Projekt SmartF-IT erfolgreich abgeschlossen

Wechselnde qualitative und quantitative Marktanforderungen und der zunehmende Wunsch nach individualisierten Produkten erfordern heute mehr denn je eine schnelle Reaktion von produzierenden Unternehmen. Multiadaptive cyber-physische Produktionssysteme und eine dezentrale Organisation im Rahmen einer Smart Factory helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen und werden häufig unter dem Begriff „Industrie 4.0“ beschrieben.

Im Projekt SmartF-IT erforschten namenhafte Partner aus Industrie und Wissenschaft, u.a. BMW, Bosch-Rexroth, Miele, das DFKI und die TU Darmstadt, die Anwendung cyber-physischer Systeme in der Unternehmenspraxis. Dabei stellte die Betrachtung des Menschen im Zusammenhang mit den Chancen und Risiken cyber-physischer Systeme und dezentraler Organisation einen Fokus dar. Das IAD entwickelte u.a. ein Konzept für das automatisierte und permanente Überwachen wichtiger Ergonomie-Parameter, die einer Arbeitsperson per App rückgemeldet werden und den Mitarbeiter dadurch persönlich weiterentwickeln und für seine Verhaltensergonomie sensibilisieren können. Außerdem entstand ein Leitfaden, mit dem insbesondere Praktiker einfach und schnell mögliche ergonomische Verbesserungen für Arbeitssysteme durch cyber-physische Technologien analysieren können. Das IAD begleitete weiterhin über die gesamte Projektlaufzeit die Entwicklung von Unterstützungs-Applikationen für Smart-Factories, z.B. ein Werker-Führungssystem und Applikationen für Team- und Abteilungsleiter, mit denen sehr einfach Produktions- und Personal-bezogene Aufgaben umgesetzt werden können.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert und am 31. Mai 2016 mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung in Saarbrücken erfolgreich abgeschlossen.